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LigurienCinque terre

Die Cinque Terre umfassen den Küstenabschnitt zwischen der Punta Mesco, dem Vorland westlich von Monterosso, und Portovenere. Die Küste ist eingekeilt zwischen dem Meer und einem etwa 15 Kilometer langen Bergrücken. Dahinter liegt die Val di Vara und am Ende der Golf von La Spezia.

Das Profil der Landschaft ist steil und rau und fällt teilweise steil ins Meer ab. Trockenmauern befestigen verschiedene mit Reben bepflanzten Terrassen, und zwischen Felsen und unbestellten Flächen wachsen Erika, Ginster und Pinien auf nur drei bis vier Kilometer Tiefe. Die Anhöhen erreichen bis zu 700 und 800 Meter.

Im Laufe der Zeit entstanden zwischen diesen Bergen über dem Ligurischen Meer und in den Buchten die Dörfer der Cinque Terre: Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza, Monterosso. Auf einem Streifen aus Land und Felsen in einer wunderschönen und doch rauen und feindlichen Natur, in der der Mensch seit Jahrtausenden siedelt - gewöhnt an Schwierigkeiten und Mühen und stets im Kampf, eine Herausforderung an die Liebe zur eigenen Heimat.

Der Name Cinque Terre erscheint zum ersten Mal in der „Desptio Orae Linguisticae“ des aus La Spezia stammenden Historikers Giacomo Bracelli, der im 15. Jahrhundert schrieb: „Auf dem Felsen stehen Fünf Länder („Cinque Tere“), in fast gleicher Entfernung zueinander sind Monterosso, Vulnezia, heute allgemein Vernazza genannt, Cornelia, Manarola und Riomaggiore (…), und es ist verwunderlich, so steile und raue Berge zu sehen, dass sogar die Vögel sie fast nicht zu überfliegen wagen, so steinig und trocken, dass sie eher Wintergrün als Reben ähneln. Von hier kommt ein Wein, der an den Tafeln der Könige ausgeschenkt wird…“.

Cinque TerreAuf einen Blick zwischen Erde, Himmel und Meer, machen uns diese Orte zu Zeugen des realen und körperlichen Opfers des Menschen und seiner Spiritualität.

Die deutliche, rohe Schönheit dieser isolierten Welt erscheint uns als Metapher des Menschen, der in bescheidenen und geduldigen Gesten des täglichen Lebens den Duft und den Geschmack des Produkts seiner Mühen sucht.

Östlich des Nationalparks Cinque Terre liegt das Dorf Portovenere, eingebettet in ein außergewöhnliches Szenario, an Land verankert wie ein Schiff, mit seinen wilden, unberührten Inselchen.

Noch weiter östlich erstreckt sich zwischen Lerici und Bocca di Magra eine Landzunge; diese Dörfer waren im 19. Jahrhundert bei den englischen Dichtern und im 20. Jahrhundert bei den italienschen Dichtern sehr beliebt.

Für alle, die es mondän lieben, empfehlen wir die Region zwischen Moneglia und Levanto hinter dem Golf von Tigullio; hier liegt das berühmte Dörfchen Portofino, das für seine kleine Piazza und den hübschen Hafen auf der ganzen Welt bekannt ist.

 
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